Wenn ein Traum zur Wirklichkeit wird

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Wenn ein Traum zur Wirklichkeit wird

Beitrag  Blutregen am Di Jun 14, 2011 1:41 pm

Große Tropfen fielen auf mein Gesicht. Ich war schon völlig durchnässt und ich wusste nicht wie lange ich schon da lag. Im Park, im Gras. Ich schlug die Augen auf. Über mir zogen große dunkle Wolken am Himmel entlang. Ich dachte an nichts. Ich lag einfach nur da, klitschnass im Gras im Park. Ich machte die Augen wieder zu und atmete die frische Luft ein. Alles um mich herum schien so weit weg zu sein. All die Problem, all der Stress. Ich blieb noch eine Weile liegen. Langsam ließ der Regen nach. Jetzt schien es nur noch zu nieseln. Ich machte die Augen wieder auf und bemerkte, dass es schon dämmerte. Dann stand ich auf. Die Luft roch so frisch. Ich liebte diesen Geruch. Meine Füße trugen mich wie von allein nach Hause. Ich kramte in meiner Hosentasche, als ich den Haustürschlüssel endlich fand, schloss ich die Tür auf. Natürlich war niemand zu Hause. Das war ja nichts Neues. Meine Mutter hatte wieder einmal eine Doppelschicht. Und mein Vater, tja, der hat sich aus dem Staub gemacht bevor er mich auch nur ein einziges Mal gesehen hatte.
Ich zog die Schuhe aus, in denen das Wasser stand und zog die tropfenden Klamotten aus. Aus dem Schrank kramte ich meinen Lieblingspulli. Dann setzte ich mich auf mein Bett. Es war voll mit Plüschtieren. Überhaupt war mein Zimmer nicht besonders aufgeräumt. Aber genau das machte mich aus. Ich war nicht besonders ordentlich und ich hielt auch nicht wirklich viel von Aufräumen. Man lebt schließlich nur einmal, und da sollte man sein Leben nicht mit unnötigen Dingen verschwenden. Ich sah mich in meinem Zimmer um. Wie schon gesagt es war nicht besonders aufgeräumt, doch ich hatte ein System. An der Wand neben dem Fenster hing ein großes Poster. Natürlich zeigte es eine der schönsten Landschaften Australiens überhaupt. Weiße Sandstrände mit Palmen und tiefblauen Wasser. Auf dem Meer war ein weißes Segelschiff zu sehen. Manchmal träumte ich mich an diesen Ort und dann liege ich am Strand die Sonne scheint mir auf den Bauch und ich habe ein spannendes Buch in der Hand oder ein anderes Mal gehe ich im Meer tauchen und beobachte die vielen bunten Fisch. An der gegenüberliegenden Wand hängen genau dreihundert achtundvierzig Bilder. Das weiß ich so genau weil ich sie erst gestern Nacht gezählt habe. Wenn ich nachts nicht schlafen kann, dann schau ich mir die Bilder an. All meine Freunde sind darauf zu sehen. Mal zeigen sie uns zu einem Geburtstag, dann mal wie wir auf Klassenfahrt sind und dann wie wir uns einfach nur treffen und Spaß zusammen haben und froh sind dass es uns gibt. In solchen Momenten haben wir alles um uns herum vergessen. Einzig und allein wichtig war, dass wir zusammen sind und dass es uns gab. Diese Momente haben wir dann festgehalten und jetzt hängen sie an meiner Wand gegenüber von dem Australienposter.
So saß ich also nun auf meinem Bett. Ich schaute mich in meinem Zimmer um und irgendwann fing ich an zu frieren und müde zu werden, ich kuschelte mich unter meine Bettdecke und dann schlief ich ein.

Fortsetzung folgt!
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Re: Wenn ein Traum zur Wirklichkeit wird

Beitrag  Blutregen am Do Jun 23, 2011 5:08 pm

Am nächsten Morgen wachte ich früh auf. Langsam kroch ich aus meinem Bett und öffnete das Fenster. Die luft roch frisch. Als ich die Treppe runter kam, war es still. Meine Mutter schien noch zu schlafen. Ich wollte sie mit einem Frühstück überraschen, doch als ich in die Küche kam, lag auf dem Tisch ein Zettel. Es stand bloß ein Wort darauf: Doppelschicht! Na toll, meine Mutter war also gestern Nacht nur kurz nach Hause gekommen , hat den Zettel geschrieben und ist dann wieder an die Arbeit. Ich war sauer. Das war jetzt schon das dritte mal, das sie Doppelschicht hatte. Missmutig ging ich an den Kühlschrank, um mir was für die Schule mitzunehmen, aber der Kühlschrank war so gut wie leer. Alles was noch drin war, war Butter, Ketschup und zwei rohe Eier. Ich hasse Eier. Ich knallte den Kühlschrank zu, nahm meinen Rucksack, den Haustürschlüssel und zog die Tür hinter mir zu. Auf dem Weg zur Schule kam ich beim Bäcker vorbei. Aber so ein teures belegtes Brötchen konnten wir uns nicht leisten, also ging ich weiter.
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Re: Wenn ein Traum zur Wirklichkeit wird

Beitrag  Blutstrom am Do Jun 23, 2011 7:40 pm

wow toll^^ ich mag die story.

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Re: Wenn ein Traum zur Wirklichkeit wird

Beitrag  Blutregen am Fr Jun 24, 2011 4:09 pm

Danke, aber sie ist nicht so gut wie deine und die von Blutträne!
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Re: Wenn ein Traum zur Wirklichkeit wird

Beitrag  Blutregen am Di Jun 28, 2011 5:38 pm

(neues Kapitel)
Meine Hand bewegte sich in Richtung Türklinke, doch bevor ich diese runter drücken konnte, bewegte sie sich von allein und die Tür ging auf. In der Tür stand der wohl schlechtaussehnste und hässlichste Typ der ganzen Schule.
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Re: Wenn ein Traum zur Wirklichkeit wird

Beitrag  Blutstrom am Di Jun 28, 2011 6:25 pm

Very Happy Very Happy Very Happy *prust^^^^^^ bei uns würde da eine ganze horde vor der tür stehen^^

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Re: Wenn ein Traum zur Wirklichkeit wird

Beitrag  Blutregen am Mi Jun 29, 2011 4:34 pm

Er hielt mir die Tür auf. Ohne ein Wort ging ich vorbei. Im Klassenraum waren noch nicht so viele. Die meisten kamen erst später. Ich ging zu meinem Platz und rief auch nicht wie sonst laut "Guten Morgen". Ohne ein Wort stellte ich meinen Stuhl runter und packte ich meine Federmappe aus. Ich setzte mich still auf meinen Platz. Die Augen starr auf die Tischplatte gerichtet. Ich konnte nicht verstehen was die anderen sich unterhielten, und ich wollte es ehrlich gesagt auch gar nicht. Ich saß einfach nur da. Wie gestern im Park im Regen, nur das ich da lag. Nach und nach kamen alle. Sie packten aus und unterhielten sich über die neusten Spiele, Fußball oder Klamotten. Sie haben kleine Grüppchen gebildet und waren ganz in ihr Gespräch vertieft und- ich in meine Gedanken. Nach einer Weile sah ich auf. Gerade da ging die Tür erneut auf und wünschte ich hätte mich einfach unsichtbar machen können. Einfach auf einen Knopf drücken so wie Harry und Ron im fliegenden Auto nach Hogwarts, aber ich saß immer noch für alle gut sichtbar auf meinem Platz. In der Tür stand er- der coolste Typ der Schule. Ohne das ich es wollte sah ich ihn an und schaute zurück. Aber es war nicht der Blick den ich kannte. Er ging an seinen Platz und setzte sich, packte aus. Er drehte sich zu mir um. Wieder ging die Klassentür auf und jemand rief: "Ausfall!" Alle sprangen auf und freuten sich. Nur ich saß da, auf meinem Platz. Langsam leerte sich der Raum wieder.
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